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Neue Wohnformen für dementiell Erkrankte

,  2001

Herausgeber 

(Vincentz, Hannover)

Der Anteil dementiell erkrankter Menschen in den Pflegeheimen steigt dramatisch an. Welche Möglichkeiten haben Träger, Heimleiter und Pflegende, diese Herausforderung zu bewältigen? Wie können sie diese Menschen ihren Bedürfnissen entsprechend versorgen? Das Video zeigt anhand ausgewählter Modelleinrichtungen, welche baulichen und innenarchitektonischen Einflüsse dazu beitragen, die Pflege zu erleichtern, die Orientierung der Bewohner zu fördern und ihr Wohlbefinden zu steigern. Eng damit verknüpft erläutert der Film das neue, vom Milieuansatz geprägte Konzept der Hausgemeinschaft. Es favorisiert das Zusammenleben dementer Menschen in einer kleinen, überschaubaren Gruppe. Das Arbeiten in Hausgemeinschaften ist weniger pflegeorientiert, sondern bemüht, vor allem das Wohnliche zu betonen, d.h. an die früheren Lebensbedingungen der Betroffenen anzuschließen. Die Institution weitgehend zu "de-institutionalisieren" - so könnte man das Ziel dieses Modells pointiert umschreiben. Es geht um die Schaffung eines möglichst "normalen" Rahmens, die Simulation eines Alltags wie damals zuhause. Mit sichtbaren Erfolgen, wie der Film zeigt. Damit gibt das Video Denkanstöße und Anregungen für konkrete Veränderung der Strukturen, baulich im Großen wie in den Details der inneren Organisation und der Gestaltung der scheinbaren Nebensächlichkeiten. Darüber hinaus wird deutlich, dass sich in einem veränderten architektonischen und konzeptionellen Kontext auch das Selbstverständnis der Pflegenden verändern kann.


06.01.04

 

Letzte Änderung am  06.01.2004