* EURO 10,50 

Ich habe Alzheimer.

Rose, Larry,  1997

Rezension 

(AAI)

Das Buch scheint mir besonders für Menschen geeignet zu sein, die sich zusammen mit ihrem Angehörigen in der Anfangsphase der Krankheit befinden, und die diese Krankheit verstehen lernen möchten, da Larry Rose uns einem Einblick in die Gefühlswelt eines Alzheimerpatienten gestattet und uns somit ein ganz anderes Verständnis dafür vermittelt. Allerdings sollte es auch nur von den Interessierten gelesen werden, die sich mit dieser Krankheit wirklich auseinander setzen wollen. Larry Rose, der Autor, ist 54 Jahre alt, als bei ihm die Diagnose Alzheimer gestellt wird. In seinem Buch schildert er auf bewegende Weise den Beginn und das weitere Fortschreiten dieser schrecklichen Krankheit. Bei allem Ernst der Lage bleibt hier und da doch auch Zeit für etwas Situationskomik, etwa wenn er seinen Freunden im Café grinsend erzählt, daß es bei ihm zu Hause nie Wiederholungen im Fernsehen gibt.... und einer der Anwesenden zu ihm sagt: »Dann ist es doch am einfachsten, du kaufst dir einen guten Videofilm und schaust ihn jeden Tag wieder an. Larry, überlege, wieviel Geld du damit sparen könntest. Sieh es von der positiven Seite.« Alle lachen und Larry mit ihnen. Lachen ist immer gesund. ....... Darum kann das Buch auch nicht als grundlegend deprimierend angesehen werden, wenngleich man beim Lesen eine psychische Berg- und Talfahrt durchlebt. Obwohl die Autobiographie nicht in einem Stück gelesen werden kann (Taschentücher bereitlegen!), ist es doch unmöglich sie beiseite zu legen, bevor man das letzte Kapitel verschlungen hat. Es wird hier aufgezeigt, wie man mit dieser Krankheit in den USA umgeht. Daß es dort nicht in diesem Umfang üblich ist seine Angehörigen vor der Umwelt zu verstecken, wie es hier in Deutschland, zumindest im Anfangsstadium dieser Krankheit, weit verbreitet scheint. Weitverbreitet ist in unserer Bevölkerung die Ansicht, dass man durch diese Krankheit eben einfach alles vergisst, man es aber selbst nicht mehr merkt, was nicht korrekt ist. Das hierzulande hinlänglich genutzte Vorurteil: »Der versteht ja eh nix mehr.«....manche finden auch die »schönen« Worte der oder die sei ja blöd, ist nach dem Lesen dieses Buches ebenfalls gänzlich vom Tisch.»Larry Rose schreibt gerade an seinem 2. Buch« so steht auf der Innenseite des Einbandes unter dem Bild eines sympathisch lächelnden Mannes..... Dies stimmt sehr traurig, denn es ist bis heute nicht erschienen...... Es bleibt dem Leser überlassen, daraus eigene Schlüsse zu ziehen.......... Ich möchte hier die Gelegenheit nutzen, Larry Rose aus tiefstem Herzen für sein bewegendes Buch zu danken. Für den Mut mit dieser Offenheit über seine Probleme und Sorgen zu schreiben. Danke Larry. Rezensent: Claudia C., Feb. 2000


06.01.04

  Kurzbeschreibung (© bol.de) Der Ingenieur Larry Rose machte auf dem Weg in sein Wochenendhäuschen eine besorgniserregende Erfahrung: Er verirrt sich zweimal auf einer Strecke, die er bereits unzählige Male gefahren ist. Er ringt um Konzentration, will sich um jeden Preis erinnern - und erreicht sein Ziel doch erst am darauffolgenden Tag. Verwirrt und voller Angst erlebt er die ersten Anzeichen der Alzheimerschen Krankheit. Zum Zeitpunkt der Diagnose ist er 54 Jahre alt. Larry Rose beschreibt seine Erfahrungen mit dieser mehr...

Letzte Änderung am  06.01.2004