* EURO 10,20 

Aggression in der Pflege. Umgangsstrategien für Pflegebedürftige und Pflegepersonal.

Theo Kienzle, Barbara Paul-Ettlinger,  2001

Kurzbeschreibung 

(© 1998 - 2003 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften)

Dieses Buch stellt die möglichen Arten der Aggression Pflegebedürftiger gegen das Pflegepersonal dar. Die Autoren liefern dabei erstmals eine Kombination von psychologischen Erklärungen und juristischen Hilfestellungen: - für den Erwerb sozialer Kompetenzen, damit Angriffe nicht persönlich genommen und eigenes Handeln hinterfragt werden kann, - zur Information darüber, welche Mittel das Pflegepersonal bei der Gewaltabwehr einsetzen und wie weit es dabei gehen darf.


06.01.04

  Rezension Philipp-R. Schulz (© 1998 - 2003 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften) Aggressionen von Patienten gegenüber Pflegekräften sind sehr häufig, und das nicht nur in Heimen oder in der Psychiatrie. Die Palette reicht dabei von Schimpfworten bis hin zu schweren Tätlichkeiten. Dieses kompakte Buch richtet sich -- anders als es der Titel suggeriert -- in erster Linie an die Pflegenden. Es liefert Anleitungen zum Schutz der eigenen Gesundheit und der persönlichen Integrität. Darüber hinaus werden die Gründe für Patientenaggressionen (Ausgeliefertsein im Krankenhaus, psychische Störungen) eingehend erörtert. Etliche Situationsbeispiele beleuchten dabei die Interaktionen. Im Anhang sind die wichtigsten rechtlichen Grundlagen, auch von Notwehr und Nothilfe, zusammengefasst. Die Autoren betonen durchweg den Vorrang der Deeskalation, ohne dabei die berechtigten Interessen des Pflegepersonals zu vernachlässigen. Schließlich gibt es durchaus Situationen, in denen zur Abwehr größerer Schäden auch Gewaltanwendung vertretbar ist. Der Verdienst dieses Buches liegt darin, dass es die Probleme offen anspricht und damit ein wichtiges Tabu der Helfer-Patienten-Beziehung bricht. Die Texte sind leicht lesbar und nicht zu theorielastig. Allen Schwestern, Pflegern und vor allem Schülern in der Krankenpflege kann dieses Buch guten Gewissens empfohlen werden, damit sie die Gefahren im Alltag rechtzeitig erkennen und aggressives Verhalten deuten können. Denn wird man von einem Patienten attackiert, muss man in der Regel erst einmal allein damit fertig werden.

Letzte Änderung am  06.01.2004