Wohnen im Alter

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Ratgeber und Fachliteratur zum Wohnen im Alter, Wohnformen und Heimaufenthalt


* EURO 28,00 

Das demenzgerechte Heim

von  Christoph Held, Doris Ermini-Fünfschilling, Doris Ermini- Fünfschilling,  2004

Vorwort

(Herausgeber)

Vorwort

Die erfreulich längere Lebenserwartung bei meist guter Gesundheit bis ins hohe Alter hat zu einer demographischen Verschiebung geführt, die historisch einmalig ist. Während früher nur selten Personen ein hohes oder sehr hohes Alter erreichten, ist es heute die Regel. Seit jeher wurde die enge Verbindung zwischen Altern, Behinderung, Abhängigkeit und insbesondere dem Abnehmen der geistigen Kräfte beobachtet und das Altern mit gemischten Gefühlen betrachtet. Durch die große Anzahl Betagter und Hochbetagter hat diese Ambivalenz eine hohe Aktualität erhalten und politische Dynamik entwickelt. Der Verlust der im modernen Leben besonders wichtigen geistigen Kompetenz verursacht Ängste, da diese Behinderung zu Kontrollverlust, Abhängigkeit und Ausgeliefertsein führt. Tatsache ist aber, dass im Alter von 85 Jahren rund ein Drittel der Betagten an einer manifesten Demenzkrankheit leiden und auf Hilfe angewiesen sind. Die weit häufigste Demenzursache, die Alzheimerkrankheit, führt in oft jahrelangem Verlauf zu großen Pflegeaufwendungen, die die meist gleichaltrigen Angehörigen nur begrenzt leisten können. Eine Krankheit, die oft weit über 100 Wochenstunden an Pflege und Aufsicht verlangt, bringt die Betreuenden an den Rand des Nervenzusammenbruchs. Doch auch Angehörige haben ein Anrecht auf ein würdiges Leben. 

Es war in den letzten Jahren Mode, das Hohelied vom Verbleiben Demenzbetroffener zu Hause zu singen. Meistens wird es von Nichtbetroffenen gesungen, aus der verständlichen Angst heraus, einmal in ein Heim «abgeschoben» zu werden. Von der Politik, die natürlich die mit der Heimbetreuung verbundenen Kosten fürchtet, wird es willig aufgenommen. Heime für Demenzbetroffene werden ausgegrenzt und als Ghetto bezeichnet und damit die dort Arbeitenden abgewertet. Ähnlich wie in den 60er Jahren die Abschaffung der Psychiatrie gefordert wurde, fordern manche Bewegungen bereits die Schließung von Alters- und Pflegeheimen. Diese Haltung ist angesichts der Entwicklung der Geburtenzahlen, der Familienstrukturen und des steigenden Anteils allein lebender Alter eine politische Vogelstraußpolitik und trägt nicht zur Problemlösung bei. Wir werden in Zukunft eher mehr als weniger Heime und Institutionen, die demenzbetroffenen ein angemessenes Leben mit möglichst großem Wohlbefinden ermöglichen, benötigen. Dass es sich bei der Betreuung dieser Menschen um eine der anspruchsvollsten Aufgabe handelt, die unsere Gesellschaft zu vergeben hat, weiß jeder, der damit jemals näher in Berührung gekommen ist. Hier leistet das Buch von Christoph Held und Doris Ermini-Fünfschilling einen sehr notwendigen und aktuellen Beitrag, der zeigt, dass Leben im Heim die Lebensqualität der Demenzbetroffenen sichern und verbessern kann. 

Christoph Held und Doris Ermini-Fünfschilling legen ein Arbeitsmittel vor, das hilft, diese schwierige Aufgabe konkret zu lösen. Sie gehen von den Bedürfnissen der Demenzbetroffenen aus und berücksichtigen dabei, dass sich diese Bedürfnisse mit dem Verlauf der Krankheit ändern. Dieser Wandel der Bedürfnisse lässt sich in drei große Abschnitte unterteilen: Von einer noch fast normalen Welt, in der die Betroffenen ihre geistige Behinderung als Kränkung und Versagen erleben, führt die Krankheit in eine Welt des ziellosen Handelns, um schließlich in einem Zustand zu enden, in dem die Betroffenen schutzlos der Welt ausgeliefert sind. Das Buch geht konsequent von den daraus resultierenden Problemen für die Angehörigen, Pflegenden, Therapeuten, Ärzte und Mitarbeiter in Haus und Küche aus und zeigt Lösungsmöglichkeiten.

Die Betreuung von Demenzpatienten ist eine interdisziplinäre Teamarbeit. Damit sie erfolgreich ist, müssen die einzelnen Teammitglieder die Zusammenhänge verstehen und ihre Rolle kennen und ernst nehmen, was Schulung, aber auch gegenseitigen Respekt und den Willen, zusammen zu arbeiten, voraussetzt. Dies wird ganz vortrefflich in den verschiedenen Kapiteln aufgezeigt. Die direkte Umsetzung des Gesagten wird durch die Kernsätze im praktischen Teil sowie durch zahlreiche einschlägige Dokumente im Anhang erleichtert. Der Text ist so gestaltet, dass kein Spezialwissen für sein Verständnis notwendig ist. Er liest sich spannend, vermittelt anschauliche Beispiele und Ideen und zeigt auch fröhliche Seiten, die es auch bei der Betreuung von Demenzbetroffenen gibt. Eindrücklich bleibt der Respekt vor den demenzbetroffenen Menschen, für die wir Verantwortung tragen. 

Ich bin überzeugt, dass es durch das Ernstnehmen dieser Lektüre und durch die Anwendung der darin enthaltenen Werkzeuge gelingen wird, die schwierige Situation der Demenzkranken zu verbessern und die damit verbundene Arbeit zu einer anstrengenden, herausfordernden, aber letztlich erfüllenden und befriedigenden Aufgabe zu machen.

Hannes B. Stähelin Memory Clinic, Geriatrische Universitätsklinik, Kantonsspital Basel Basel, im September 2003

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Letzte Änderung am 13.06.2007